Im Notfall 112

 

Textauszug der Meppener Tagespost vom 04.02.2019

Haselünne. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, der Kirche und dem Rettungswesen hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Haselünne seine neue Hubrettungsbühne TM 32 in Dienst gestellt.

Bürgermeister Werner Schräer skizierte den Ablauf der Anschaffung von den ersten Überlegungen im Jahr 2014 bis zur Auslieferung des neuen Fahrzeugs kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres. Nach einem Besuch einiger Ratsmitglieder der weltgrößten Sicherheitsfachmesse „Interschutz“ in Hannover im Sommer 2015 sei der Stadtrat mit der Feuerwehrführung zu dem Entschluss gekommen, dass „eine Hubrettungsbühne das richtige Gerät“ sei.
Die Haselünner Wehr sei „unendlich stolz“ auf das neue Fahrzeug sei, da damit die „älteste Stadt im Emsland das modernste Feuerwehrfahrzeug“ habe, sagte Haselünnes Stadtbrandmeister Markus Schüler. Das neue Fahrzeug sei jedoch „kein Geschenk für die Feuerwehrkameraden, sondern ein Garant für die Sicherheit der Haselünner Bürgerschaft“, fügte er hinzu.

Absolut bewährt

Die neue Hubrettungsbühne sei seit der Auslieferung im Dezember 2018 bereits in Gebrauch und habe sich bei ersten Rettungseinsätzen „absolut bewährt“, erläuterte der Bürgermeister. Schräer dankte den Haselünner Feuerwehrkameraden, die sich bei Planung und Beschaffung des neuen Fahrzeuges „weit über das übliche Maß hinaus“ mit eingebracht hätten. Ein guter Fuhrpark sei ein „elementarer Bereich“ der Feuerwehr für die Sicherheit der Bürger in der Stadt und auch für die Rettungshelfer bei den Einsätzen, meinte Werner Schräer. Abschließend bekräftigte der Bürgermeister die Zusage, dass die Stadt Haselünne ihre Feuerwehr „auch in Zukunft weiter begleiten“ werde. Besonders dankte der Verwaltungschef den Frauen und Männern der Feuerwehr für ihren Einsatz und den jeweiligen Familienangehörigen für deren Unterstützung.
Der im Emsland für Sicherheit und Ordnung zuständige Kreisdezernent Marc-Andrè Burgdorf erklärte, dass die Investition in eine Hubrettungsbühne „kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“ sei. Burgdorf lobte die Investitionen des emsländischen Kreistages in die über 50 Wehren mit ihren etwa 2.800 ehrenamtlichen Rettungshelfern.

Eine besondere Bemerkung äußerte der Gebietsverkaufsleiter Hubrettung des Karlsruher Unternehmens Rosenbauer, Markus Kußmann, bei der Schlüsselübergabe des neuen Fahrzeugs. Noch nie habe er in seinem Berufsleben eine „solch gute Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und den Kommunen“ erlebt wie im Emsland. „Bewahrt euch das!“, meinte der Unternehmensvertreter.Schüler gab einige technische Details der neuen Hubrettungsbühne bekannt.

Das neue Fahrzeug erreiche eine Arbeitsreichweite von bis zu 23 Meter in der Länge und bis zu 32 Meter in die Höhe, sagte Schüler. Der Rettungsarm der Bühne verfüge über eine zusätzliche Wärmebildkamera und einer Löschspritze. Zudem erfülle das Dieselfahrzeug die neueste Abgasnorm 6, so Schüler.Der Stadtbrandmeister dankte den Mitgliedern des Haselünner Feuerwehrkommandos und allen an der Planung beteiligten Personen. Besonders dankte Schüler Rat und die Verwaltung der Stadt Haselünne.Die „älteste Stadt im Emsland verfüge nun über das modernste Feuerwehrfahrzeug“, sagte Markus Schüler nicht ohne Stolz. Das neue Fahrzeug sei jedoch „kein Geschenk für die Feuerwehrkameraden, sondern ein Garant für die Sicherheit der Haselünner Bürgerschaft“, fügte der Stadtbrandmeister hinzu.

Ehrenamtlicher Dienst

Das „wichtigste Werkzeug“ für die Feuerwehr bleibe aber die „Bereitschaft jeder Feuerwehrfrau und jedes Feuerwehrmannes“, sich für den ehrenamtlichen Dienst einzusetzen.Der Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Vincentius, Johannes Bartke, und der Pastor der evangelisch-lutherischen Dreifaltigkeitsgemeinde, Detlef Stumpe, gaben dem neuen Fahrzeug den kirchlichen Segen. Die Burgmannskapelle Alt-Haselünne gestaltete unter der Leitung von Renè Esser den musikalischen Rahmen der Feierstunde. Die Alters- und Ehrenabteilung der Haselünner Wehr hatte eigens für das neue Fahrzeug einen Kranz gebunden und dieses damit geschmückt.Im Anschluss an die Feierstunde konnte, wer wollte, mit der Hubrettungsbühne in den Haselünner Abendhimmel aufsteigen. Trotz Dunkelheit bot sich ein imposanter Blick auf die älteste Stadt des Emslandes.