Wohnhausbrand in Meppen                          12.02.2015

Meppen. In der Nacht zum Donnerstag ist in der Meppener Altstadt gegen 2.35 Uhr ein historisches zweigeschossiges Gebäude in Brand geraten. Das Feuer hat das Gebäude innen komplett zerstört. Drei Bewohner wurden ins Krankenhaus gebracht. Bei ihnen besteht der Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Ein Feuerwehrmann wurde durch herab fallende Trümmer bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Auch er kam vorsorglich ins Krankenhaus.
Die Einsatzkräfte vor Ort gehen davon aus, dass das Feuer in einer Altpapiertonne im Treppenhaus des Gebäudes entstand, dort längere Zeit unbemerkt blieb und sich schnell in dem mit viel Holz versehenen alten Gebäude ausbreitete. Der Bewohner des Obergeschosses entdeckte das Feuer und alarmierte die Polizei.
Untergeschoss in Flammen

Bei Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Meppen stand das Untergeschoss des Hauses bereits in Flammen. Der Bewohner des Obergeschosses und die drei Bewohner aus dem Erdgeschoss hatten sich über die Gebäude-Rückseite bereits in Sicherheit gebracht.
Großalarm für Feuerwehr

Da sich die Flammen über das hölzerne Treppenhaus rasend schnell bis ins Obergeschoss ausbreiteten, wurde für die Meppener Freiwillige Feuerwehr Großalarm ausgelöst und die Feuerwehr Haselünne zur Unterstützung gerufen. Der Feuerwehr, die zurzeit mit 60 Helfern weiter im Einsatz ist, gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Einige Bewohner dieser Häuser wurden dennoch vorsorglich evakuiert.
Das Technische Hilfswerk (THW) wurde am Donnerstagmorgen ebenfalls alarmiert. Es soll den Giebel durch eine Stützwand sichern, der durch das Feuer starke Risse aufweist. Das Haus ist akut einsturzgefährdet.
Brandursache noch unklar

Die genaue Ursache für das Feuer ist bisher unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Städtisches Ordnungs- und Bauamt und Bürgermeister machten sich am frühen Morgen vor Ort ein Bild des Schadens, dessen Höhe noch nicht beziffert werden kann.
Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die Sicherungsarbeiten an dem Gebäude den gesamten Donnerstag über andauern. Die Einsatzstelle ist weiträumig gesperrt. Der Anliegerverkehr kann den Bereich bis zur Brandstelle anfahren, Fußgänger und Radfahrer können den Bereich passieren, teilte die Stadt Meppen mit. Die Straße ist ab dem Amtsgericht/Sparkasse an der Obergerichtsstraße und in Höhe des Windthorstgymnasiums für den Verkehr zurzeit nicht passierbar.

Quelle NOZ

Dem Rauchtod entronnen !
So dramatisch schildert Feuerwehreinsatzleiter Werner Lammers die Ereignisse gegen 02:30 Uhr in der Nacht zum Donnerstag in der Meppener Innenstadt. Denn nach seinen Erkenntnissen waren in dem alten doppelstöckigen Gebäude an der Burgstrasse keine Rauchwarnmelder in den Zimmern montiert. Diese batteriebetriebenen Rauchwarnmelder unter der Zimmerdecke gelten als Lebensretter, sie geben bei aufsteigendem Brandrauch, der schon bei einem kleinen Schwelbrand entsteht, sofort einen gellenden Alarm-Piepton ab, damit die Bewohner rechtzeitig aufgeweckt werden, um das Gebäude zu verlassen ohne giftigen Brandrauch einzuatmen. Bei diesem nächtlichen Brand wurden die Bewohner offensichtlich durch brennend abstürzende Deckenverkleidungen im Flur aufgeweckt und konnten sich in letzter Minute über ein rückwärtiges Fenster und eine Stehleiter in Sicherheit bringen. Dies ist der zweite Wohnungsbrand innerhalb von zwei Wochen in der Kreisstadt, bei dem die Bewohner nur durch viel Glück überlebt haben, macht der stellvertretende Feuerwehrchef  Werner Lammers klar.