Sieben statt fünf im Auto

Oma und Enkel sterben bei Verkehrsunfall in Haselünne



Haselünne.Was für ein schrecklicher Sonntagmorgen: Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 402 sind am Sonntagmorgen bei Haselünne-Dörgen im Emsland zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kleinkind.

Nach ersten Angaben der Polizei war der Fahrer eines mit fünf Erwachsenen und zwei Kindern besetzten Audi A 6 Kombi auf der Bundesstraße aus Haselünne kommend in Richtung Meppen unterwegs. Auf absolut gerader Strecke geriet das Fahrzeug gegen 7.10 Uhr aus bislang unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine massive und sehr dicke Eiche.

Durch die Wucht des Aufpralls erlitten zwei Insassen so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarben. Bei den Toten handelt es sich um ein Kleinkind sowie um eine ältere Frau, die auf dem Beifahrersitz saß. Ob es sich bei den Insassen, die mit emsländischem Kennzeichen unterwegs waren, um eine Familie handelte, war noch unklar. Möglicherweise waren sie auf dem Rückweg von einer Feier.

Die Freiwillige Feuerwehr Haselünne musste mit mehreren Fahrzeugen und mehr als 20 Einsatzkräften ausrücken und schweres Gerät zur Bergung einsetzen. Zwei weitere Insassen wurden aufgrund ihrer lebensgefährlichen Verletzungen mit jeweils einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Die weiteren drei Insassen mussten mit Rettungsfahrzeugen ebenfalls in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. Die Unfallaufnahme dauerte mehrere Stunden, die Bundesstraße war deshalb zeitweilig voll gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde das Unfallfahrzeug sichergestellt. Ein externer Sachverständiger war zur Klärung des genauen Unfallherganges an der Unfallstelle tätig.

Merkwürdig sind einige Umstände des Unfalls, denn nach Polizeiangaben saßen sieben Menschen im Wagen, obwohl dieser nur für fünf Insassen zugelassen war. „Es wird gegen den Fahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt“, sagte ein Polizeisprecher.

Im Handschuhfach des Wagens entdeckte die Polizei zudem eine ungeladene Schreckschusspistole und Munition. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet. Ein Zusammenhang mit dem Unfall sei aber bislang nicht erkennbar, hieß es.

Text Und Bild Quelle NOZ