Das Orkantief „Christian“ hat am Montag Polizei, Feuerwehr und Straßenmeistereien in Atem gehalten. Am Tag nach den Aufräumarbeiten zogen die Einsatzkräfte Bilanz.

Insgesamt kam es im Emsland und der Grafschaft Bentheim zu 60 bis 70 Polizeieinsätzen", sagte Achim van Remmerden, Polizeisprecher der Polizeiinspektion Emsland/Graftschaft Bentheim. Nach Angaben der Rettungsleitstelle gingen am Montag ab 11 Uhr die ersten Meldungen über Sturmschäden ein. Insgesamt seien im Kreisgebiet circa 400 Einsätze der Hilfskräfte verzeichnet worden.

Von den 54 emsländischen Ortsfeuerwehren waren 48 im Einsatz. Vor allem Papenburg war betroffen: Dort mussten die Helfer etwa 95 Mal ausrücken. Die Einsatzkräfte hatten vor allem mit Sturm- und Wasserschäden wie vollgelaufenen Kellern zu kämpfen.

Laut Polizeisprecher van Remmerden wurden im Landkreis Emsland und der Grafschaft Bentheim 15 Autos überwiegend durch Bäume oder Äste beschädigt. Außerdem sei in Nordhorn eine Autofahrerin leicht verletzt worden. Die Polizei, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Bauhöfe waren noch bis spät in die Nacht unterwegs, um die Schäden zu beseitigen.

Die orkanartigen Windböen hatten im Emsland und im Osnabrücker Raum am Montag für starke Beeinträchtigungen des Zugverkehrs der Deutschen Bahn gesorgt. Auch am Dienstag konnten einige Strecken noch nicht wieder befahren werden. Die Folgen des Sturmes sorgten auf der Emslandstrecke Rheine-Norddeich weiter für Behinderungen. In dieser Fahrtrichtung mussten Zugreisende auf Busse ausweichen. In der Gegenrichtung zwischen Emden und Rheine fuhren dagegen Züge, wenn auch, wie Reisende berichteten, mit Verspätungen. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte auf Anfrage, die Behinderungen könnten unter Umständen bis zum Wochenende andauern.

Auch im südlichen Emsland galt es am Montag, umgestürzte Bäume zu beseitigen. Allein der Lingener Bauhof war mit rund 40 Mitarbeitern und zwölf Fahrzeugen ausgerückt, um die Schäden zu entfernen. Privat-Forstdirektor Winfried Frölich von der Arenberg-Meppen GmbH schätzt, dass durch den Sturm zwischen 1000 und 4000 Festmeter Holz in den Forsten der Arenberg-Meppen GmbH angefallen sind.

Quelle Text NOZ

Fotos Feuerwehr Haselünne