Zimmerbrand entwickelt sich zum Wirtschaftsgebäudebrand

Innerhalb der letzten 5 Tage wurden die Feuerwehren aus dem Bereich Emslandmitte bei eisigen Temperaturen, minus 6 Grad, zu einem zweiten Großbrand gerufen.

Um 4:54 Uhr erreichte die Feuerwehr Haselünne die Meldung "Zimmerbrand, Gasflaschen brennen", nur Minuten später kamen die nächsten Meldungen "Wirtschaftsgebäude brennt in voller Ausdehnung".Es wurden sofort die Wehren aus Meppen, Sögel, Klein Berßen, die Schnelleinsatzgruppe (SEG) und RTWs des DRK mit 35 Einsatzkräften, zur Versorgung der 100 Feuerwehrleute und der betroffenen Anwohner der Brandstelle mitalarmiert.Weiterhin war das THW Meppen zur Ausleuchtung der Brandstelle vor Ort. Zur Koordinierung der Einsatzkräfte wurde der ELW 2 des Landkreis Emsland dazugeholt.Die Wasserversorgung gestaltete sich diesmal nicht so dramatisch weil hinter dem Haus eine Radde mit fließendem Wasser vorbeiführt. Das Löschwasser konnte von der Radde und umliegenden Hydranten abgenommen werden.Der 72 jährige Bewohner des Anwesens, sein Elternhaus, hatte die Gebäude erst vor kurzem  liebevoll renoviert und steht jetzt vor den Trümmern seines Lebenswerkes. Mit einigen Habseligkeiten wurde er von den Nachbarn aufgenommen.Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr ist der Brand in der Scheune, in der sich ein PKW und landwirtschaftliches Gerät befanden, ausgebrochen. Die Scheune wurde zu diesem Zeitpunk von einem Gasofen beheizt.Die Ursache des Brandes ist zurzeit noch nicht bekannt, die Brandermittler nahmen noch in der Nacht ihre Arbeit auf. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf ca. 500.000 €.Die Nachlöscharbeiten werden sich noch bis Mittags hinziehen.

Quelle; emsvechte-TV mehr auch unter Nord-West-Media

Bauernhof Raub der Flammen

Als die ersten Kräfte in Westerlohmühlen bei Haselünne an dem über 100 Jahre alten Gehöft um 5 Uhr eintrafen, zündete das Feuer gerade durch und setzte das Wirtschaftsgebäude in Vollbrand. Flammen schlugen aus Dach und Fenstern.

Auch ein Übergreifen auf das Wohnhaus konnte nicht gänzlich verhindert werden. Der komplette Bauernhof brannte nieder oder wurde durch Wasser so geschädigt, dass er nicht mehr bewohnbar ist. Mit drei Drehleitern und aus etlichen Strahlrohren wurde das Feuer bekämpft. Der 73-jährige Bewohner hatte den Brand entdeckt und konnte sich aus den Flammen zu Nachbarn retten. Das Feuer fand in dem Gebäude, wo sich auch noch ein Pkw befand, reichlich Nahrung.

Die Wasserversorgung wurde durch Tanklöschfahrzeuge und aus einem nahe gelegenen Bach sichergestellt. Bei minus 6 Grad fror das Löschwasser sofort wieder zu Eis, und die Einsatzstelle musste immer wieder mit Salz abgestreut werden. Für die Versorgung der Einsatzkräfte wurde die „Schnelle Eingreifgruppe“ (SEG) des DRK zur Einsatzstelle geschickt. Sie baute Zelte auf, in denen sich die an die hundert Kräfte aufwärmen konnten. Das Technische Hilfswerk leuchtete die Einsatzstelle aus.

Nach Angaben der Polizei soll der Bewohner an einem Heizofen auf der Diele versucht haben, die Gasflasche eines Durchlauferhitzers auszutauschen. Plötzlich habe es eine Stichflamme gegeben. Der Brand habe sich in Windeseile ausgebreitet. Die eigenen Löschversuche scheiterten. Der ältere Mann alarmierte selbst die Feuerwehr. Wie Stadtbrandmeister Rolf Thelen unserer Zeitung sagte, kam der 73-jährige Hausbesitzer anfangs bei Nachbarn unter. Da sich sein gesundheitlicher Zustand jedoch verschlechterte, wurde er später doch noch mit einem Krankenwagen ins Haselünner Hospital gefahren.

Insgesamt fielen dem Feuer zwei Wirtschaftsgebäude und das integrierte Wohnhaus zum Opfer. Die Polizei schätzt deshalb den Sachschaden auf über 300000 Euro. Auch das Auto des Mannes, das auf der Diele stand, wurde ein Raub der Flammen

Quelle: Meppener Tagespost