Sanitätsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Haselünne
Im Jahr 2001 wurde die Sanitätsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Haselünne ins Leben gerufen.
Nachdem die Feuerwehrdienstvorschrift 8 "Tauchen" einen erweiterten Notfallkoffer vorschrieb, wurde begonnen Personal auszubilden, die diesen auch bedienen kann. Zudem kam es in der Vergangenheit zu temporären Engpässen bei zeitgleichen Notfällen während eines Feuerwehreinsates. Diese konnten nun mit dem ausgebildeten Personal und der Notfallausrüstung bis zum Eintreffen des nächsten Rettungswagen überbrückt werden. Der Rettungswagen bleibt dennoch aufgrund seiner Ausrüstung und seines sehr gut ausgebildeten Personals integraler Bestandteil eines Feuerwehreinsatz.
Geleitet wird die Sanitätsgruppe von Markus Schüler, der den administrativen Teil der Leitung übernimmt und Dr. med. Mario Konen, der für die interne fachliche Weiterbildung der Sanitäter
verantwortlich ist.
Die Ausbildung der Sanitätsgruppe erstreckt sich über die Grundlagen der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers und setzt sich über die theoretischen Hintergründe von akuten Verletzungen
und Erkrankungen fort. Somit wird ein möglichst großes Spektrum an Notfallsituationen abgedeckt.
Auch die praktische Ausbildung kommt nicht zu kurz.
Die richtige Einschätzung der Unfallsituation ist ein wichtiger Bestandteil der internen Ausbildung, um adäquate "Erste Hillfe" bei Verletzungen und Erkrankungen zu leisten.
Der Dienst der Sanitätsgruppe findet einmal im Monat statt. An diesem Dienstabend wird auf die praktische Ausbildung mit der feuerwehreigenen Ausrüstung besonderen Wert gelegt. Praktische
Fallbeispiele, wie man sie von den Rettungsschulen kennt, bilden hier die Einleitung und den Abschluss des Dienstabends. Damit soll sichergestellt werden, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt.
Für die Eigensicherung der Einsatzkräfte, insbesondere der Taucher und der Atemschutzgeräteträger, verfügt die Feuerwehr Haselünne über einen sog. Ulmer Koffer, der sich auf dem HLF 20/16 befindet
und einem Rettungsrucksack, der sich auf dem TLF 16/25 befindet. Die Ausstattung des Rucksacks lehnt sich an die der Rettungsrucksäcke des Rettungsdienstes Emsland an. Somit kann im Notfall auch das
Personal vom professionellen Rettungsdienst im Landkreis Emsland ohne Probleme mit dem Rucksack arbeiten.
Zusätzlich befindet sich auf dem ELW, der Drehleiter und dem TLF 18 W je noch eine erweiterte Erste-Hilfe-Tasche, die mit einem Beatmungsbeutel und einer Blutdruckmanschette mit Stethoskop
ausgestattet sind. Als besondere Ausrüstung befindet sich auf dem ELW und dem HLF 20/16 ein Verbrennungskoffer, um möglichst schnell bei Verbrennungen intervenieren zu können.
Zudem verfügt die Feuerwehr Haselünne über zwei Automatisch externe Defibrillatoren (AED), die auf dem TFL16/25 und auf dem ELW verlasstet sind.
Die Sanitätsgruppe trainiert regelmäßig die Abläufe des Megacode, als Basic-Life-Support (BLS). Da die Freiwillige Feuerwehr Haselünne über drei Feuerwehrärzte verfügt, werden zudem über die
praktische Ausbildung im BLS hinaus noch die erweiterten Algorithmen besprochen und geübt. Dabei wird besonders Wert auf das Anreichen von medizinischen Geräten und Ausrüstungen gelegt, um ein
strenges Zeitmanagement einzuhalten. Damit kann die Sanitätsgruppe bei der erweiterten Reanimation (ALS) grundlegende Arbeit leisten, um den Rettungsdienst in diesen Situationen zu unterstützen, oder
aber adäquat in eigener Regie eine effektive Basisreanimation (BLS) zu gewährleisten, bis der Rettungsdienst die erweiterte Reanimation (ALS) weiterführen kann.
